Der Kater hat es sehr königlich verstanden, beiden Hunden klar zu machen, dass er nicht sein Zuhause aufgeben wird.

 

Er ist ja schon ein betagter Herr, Jahrgang 2004.

 

Als Neela 2008 zu uns kam, traute er seinen Augen kaum. Ein Hund, hier in seinem Haus! Unglaublich!! Er lief tagelang immer wieder rein ins Haus und wieder raus, doch das „Ungetüm“ war immer noch da. Es war ein Glück, dass es Sommer war, so konnte er sich draußen ein ruhiges Plätzchen suchen. Das er sich kein neues Zuhause suchte erklärten die Kinder mit „Er liebt uns eben!“  Wir waren froh, er wollte weiter bei uns wohnen. Mit der Zeit entwickelte er eine Strategie. Er ließ sich nicht mehr aus dem Garten vertreiben, sondern blieb einfach sitzen und ignorierte Neela. Das klappte gut. Irgendwann machte er unmissverständlich klar, dass er als erster in das Haus reingeht und dann erst der Hund zum Gassi raus kann. Da hat er sich durchgesetzt und es klappt bis zum heutigen Tag. Er hat eben die älteren Rechte! DER  KATER IST DER CHEF und bereitwillig ordnete sich Neela unter.

 

Nur bei unbewachtem Katzenfutter kannte sie kein Erbarmen. Das war weg. 1-2-3! Doch inzwischen hat sie verstanden, dass das nicht nett ist. Nun passt sie auf, dass das Schälchen mit dem Restfutter nicht wegläuft…. für DEN Fall wäre sie dann bereit einzugreifen.  Ohne Zögern!

 

Neela wird schon lange immer als erstes begrüßt, wenn seine Majestät ins Haus schreitet. Dafür macht sie uns darauf aufmerksam, dass er vor der Tür sitzt wenn wir das gerne mal ignorieren möchten. Es funktioniert, die Menschen sind ja gut erzogen und die Tiere unterstützen sich in ihren Wünschen!

 

Wir waren uns sicher, auch wenn inzwischen 8 Jahre vergangen sind, er verkraftet noch einen zweiten Hund. Nun ja, Daia ist keine zweite Neela und das musste auch Tommy feststellen.

 

Sie hat Turbobeine und er ist halt schon älter…. Doch noch rüstig! So wurde es spannend und wir haben gut auf ihn aufgepasst! 

 

Keiner von uns zweifelte jemals daran, dass Tommy auch bei Daia einen Weg findet, sich durchzusetzen. Doch anfangs hat er so seine Mühe. Er musste sich oft behaupten, denn ignorieren akzeptierte Daia nicht. Sie wollte unbedingt und sehr hartnäckig mit ihm spielen, aber er hat sie einfach nicht verstanden! –Da sind eben die Körpersprache viel zu unterschiedlich -  Sie fand, miauen und drohend die Pfote erheben sind Spielsignale. Sie hüpfte und sprang um den Kater herum und wenn alles nicht half bellte sie lautstark, dass ging ja gar nicht, der Kater brauchte einen Plan. Das hat ihm direkt auf der Stirn gestanden.  

 

Er  ging Ärger aus dem Weg und wollte sich aus dem Blickfeld von Daia schleichen. Das Ergebnis war der Kater mit der Collienase im Fell. Das hat ihm wohl nicht so gefallen obwohl Daia das toll fand!!

 

Irgendwann verliert auch der Geduldigste seine Beherrschung und so landete die Katzenpfote auf der Collienase. Upps….doch netterweise waren die Krallen eingezogen, Tommy wollte ja niemanden verletzen. Das hat etwas gewirkt! Beim 2. oder 3. Mal. Denn auch Daia hat so ihre Vorstellungen! Nun springt und hüpfte sie nicht mehr ganz so viel, aber richtig lassen kann sie es immer noch nicht. 

Es musste etwas passieren, das war Tommy klar.

 

Eines Abends legte er sich ganz selbstverständlich in Daias Körbchen und schlief seelenruhig seinen Katerschlaf. Fassungslos stand Daia davor und schaute ungläubig in ihr Körbchen, besetzt. Na so was! Sie konnte sich ja nirgendwo hinlegen. Wo der kleine Collie doch soooo müde war! Sie lief ganz unruhig herum und war ganz geknickt. Diese Situation hat der kleinen Rennsemmel etwas von den Machtverhältnissen klar gemacht. Denn dazulegen, das traute sie sich nicht. – Es wäre auch kein Platz gewesen, denn so ein Kater kann plötzlich riesig werden. - Nun springt und hüpft sie nicht mehr so wild – gut sie wird ja auch älter – und alle Hierarchien sind geklärt. Die Collienase steckt aber immer noch tief im Katzenfell, wenn Tommy nach Hause kommt. Aber die Rangordnung ist geklärt. DER KATER IST CHEF! 

 

Leider kann er es nicht verstehen, dass die Hunde noch nicht gelernt haben, den Kühlschrank zu öffnen, wo er doch da schon seit Sekunden draufstarrt. Da wird er auch manchmal ungehalten und protestiert lautstark. Schwups, alle Hunde halten Abstand, denn …… Sicher ist sicher! Wir alle wissen, Katzen verhungern mindestens 5 mal am Tag!